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Kosten teilen

Stromvertrag in der WG fair aufteilen – mit fynshare

Stromkosten in der WG fair teilen: gleichmäßig, prozentual oder als Festbetrag – plus Anleitung zur Umsetzung in fynshare.

fynshare
ca. 7 Min. Lesezeit

In einer dreiköpfigen WG liegt der monatliche Stromabschlag meist zwischen 80 und 110 €. Wer den Betrag einfach durch drei teilt, fährt schnell und unkompliziert. Wenn aber eine Mitbewohnerin Homeoffice macht und ein anderer ein Aquarium betreibt, wird die pauschale Aufteilung schnell als ungerecht empfunden. fynshare bietet drei Modi, um Stromkosten in der WG aufzuteilen: gleichmäßig, prozentual oder als Festbetrag. Diese Anleitung zeigt, wann welcher Modus passt und wie du den Stromvertrag in wenigen Minuten in fynshare einrichtest. Wer vorab nur schnell durchrechnen will, wer wem wie viel schuldet, kann den kostenlosen WG-Kosten-Rechner ohne Anmeldung nutzen.

Was du brauchst

  • Einen fynshare-Account mit deiner WG als Haushalt und eingeladenen Mitbewohnern. Falls noch nicht eingerichtet: So richtest du eine WG in fynshare ein
  • Die Eckdaten deines Stromvertrags: Anbieter, monatlicher Abschlag, Zahlungsintervall
  • Eine Vorstellung davon, wie ihr die Kosten in der WG verteilen wollt. Wer hier noch unsicher ist, findet im nächsten Abschnitt eine Einordnung.

Welcher Aufteilungsmodus passt zu eurer WG?

Die meisten WGs einigen sich auf eine von drei Strategien. Welche fair ist, hängt davon ab, wie unterschiedlich der Verbrauch tatsächlich ausfällt.

Pro Kopf gleichmäßig. Der Klassiker. Funktioniert gut, wenn alle Mitbewohner ähnlich oft zu Hause sind und keine besonderen Stromfresser im Zimmer haben. In fynshare entspricht das dem Modus Gleichmäßig.

Anteilig nach Verbrauch oder Zimmergröße. Wenn eine Person deutlich mehr Strom zieht, etwa durch Homeoffice mit großem Monitor, Gaming-PC oder ein Terrarium, ist eine prozentuale Aufteilung fairer. Manche WGs teilen auch nach Zimmergröße, was bei sehr unterschiedlichen Quadratmetern Sinn ergibt. In fynshare entspricht das dem Modus Prozentual. Wer es genau wissen will, kann sich für rund 30 € einen Stromzwischenzähler installieren und damit den Verbrauch pro Zimmer messen.

Festbeträge pro Person. Manche WGs einigen sich auf konkrete Euro-Beträge: Person A zahlt 25 €, Person B 30 €, Person C 35 €. Das funktioniert, wenn die Beträge realistisch zur Gesamtsumme passen und alle einverstanden sind. In fynshare ist das der Modus Festbetrag.

Welche Aufteilung ihr wählt, ist eine rein interne Vereinbarung zwischen euch. Gegenüber dem Stromanbieter zählt nur, wer den Vertrag unterschrieben hat. Nach dem Grundsatz der Relativität des Schuldverhältnisses (§ 241 Abs. 1 BGB) wirkt ein Vertrag nur zwischen seinen Vertragsparteien. Diese Person haftet im Außenverhältnis allein für die Rechnung, eure interne Aufteilung hat darauf keinen Einfluss.

1. Stromvertrag in fynshare erfassen

Klicke auf Vertrag erfassen. Zuerst wählst du den Anbieter, entweder über das Suchfeld, einen Vorschlag aus Beliebte Anbieter oder über Manuell anlegen. Danach öffnet sich das Formular. Pflicht sind nur drei Angaben:

  • Anbieter: Zum Beispiel E.ON, Vattenfall, Stadtwerke München. Aus der Suche ist er meist schon eingetragen.
  • Preis: Der Gesamtbetrag pro Abrechnungszeitraum. Bei monatlichen Abschlägen also den Monatsbetrag.
  • Intervall: Monatlich, sofern dein Anbieter monatlich abbucht. Bei einer Jahresrechnung wählst du Jährlich.

Eine Beschreibung wie „Strom" oder „Ökostrom" ist optional, hilft aber, den Vertrag im Haushalt eindeutig zuzuordnen. Ohne Beschreibung erscheint nur der Anbietername.

Vertragsformular in fynshare mit Anbieter E.ON, monatlichem Abschlag von 96,73 € und der Beschreibung Ökostrom im Haushalt WG Friedrichshain

In fynshare wird die Person, die den Vertrag anlegt, automatisch zum Abo-Inhaber. Beim Strom sollte das die Person sein, die den Vertrag beim Anbieter unterschrieben hat. So liegen rechtliche Verantwortung und digitale Verwaltung in einer Hand.

Mit Vertrag speichern ist der Vertrag im Haushalt sichtbar. Standardmäßig liegen die Kosten zunächst beim Abo-Inhaber, die Aufteilung machst du in den nächsten Schritten.

2. Mitbewohner an den Kosten beteiligen

Öffne den Vertrag. Unter Beteiligte & Kosten öffnest du über das Stift-Symbol (Beteiligte bearbeiten) den Dialog Vertrag aufteilen. Dort siehst du alle Mitglieder des Haushalts. Setze bei jedem, der sich an den Stromkosten beteiligt, einen Haken. Wer keinen Haken hat, zahlt nichts, der Anteil bleibt beim Abo-Inhaber. Der Abo-Inhaber selbst bleibt immer beteiligt und lässt sich nicht abwählen.

Dialog „Vertrag aufteilen" in fynshare im Modus Gleichmäßig: Lena als Abo-Inhaber, Tim und Sarah teilen sich 96,73 € auf 32,25 €, 32,24 € und 32,24 €

3. Aufteilungsmodus wählen

Im selben Dialog wählst du unter Aufteilung den Modus, den ihr in eurer WG vereinbart habt:

  • Gleichmäßig: Verteilt den Abschlag zu gleichen Teilen auf alle aktivierten Mitglieder. Bei 96 € und drei Personen sind das 32 € pro Person.
  • Prozentual: Du gibst pro Person einen Prozentsatz vor. Beispiel: Person A bekommt 50 %, Person B und C je 25 %. Aus 96 € werden so 48 € für A und je 24 € für B und C.
  • Festbetrag: Weist jeder Person einen festen Euro-Betrag zu. Praktisch, wenn ihr euch auf konkrete Zahlen geeinigt habt.

Eine prozentuale Aufteilung lässt sich übrigens leichter anpassen, wenn der Abschlag steigt. Festbeträge musst du in dem Fall manuell nachziehen.

4. Rundung wählen

Wenn ein Abschlag von 96,73 € durch drei geteilt wird, kommen etwa 32,24 € pro Person heraus. Standardmäßig ist keine Rundung aktiv (Option Keine): Den übrig bleibenden Cent trägt dann der Abo-Inhaber, damit die Summe genau aufgeht. In unserem Beispiel zahlt er 32,25 €, die beiden anderen je 32,24 €.

Wer runde Beträge bevorzugt, stellt unter Rundungsoptionen auf 0,50 € oder 1,00 € um. Bei 0,50 € wird jeder Anteil auf den nächsten halben Euro gerundet, aus 32,24 € werden so 32,00 € pro Mitbewohner. Anders als ohne Rundung wird hier jeder Anteil einzeln gerundet, der Abo-Inhaber bekommt also keinen Restbetrag zugeschlagen.

Was du jetzt im Haushalt siehst

Sobald der Vertrag eingerichtet ist, zeigt die Haushaltsübersicht in fynshare den Stromvertrag mit Gesamtbetrag und den einzelnen Anteilen pro Mitbewohner. Alle sehen dieselbe Übersicht: Wer wie viel zahlt, ist transparent. Wenn der Abschlag sich ändert, passt du den Preis im Vertrag an, die Aufteilung wird automatisch neu berechnet.

Strom und alle WG-Verträge an einem Ort

fynshare zeigt für jeden Vertrag, wer ihn hält, wer welchen Anteil zahlt und wann die nächste Frist läuft. Einmal eingerichtet, sehen alle in der WG denselben Stand.

Kostenlos starten
Screenshot der fynshare App: gemeinsame Vertragsübersicht eines Haushalts mit Anteilen und Fristen.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn der Stromabschlag sich ändert?

Du öffnest den Vertrag, änderst den Preis und speicherst. Bei Gleichmäßig und Prozentual wird die Aufteilung sofort angepasst. Bei Festbetrag musst du die Einzelbeträge selbst nachziehen.

Müssen alle Mitbewohner beim Stromanbieter eingetragen sein?

Nein. In den meisten Fällen schließt eine Person den Vertrag mit dem Stromanbieter ab und haftet nach dem Grundsatz der Relativität des Schuldverhältnisses (§ 241 Abs. 1 BGB) im Außenverhältnis allein. Wer wie viel intern zahlt, regelt die WG unter sich, das hat auf den Vertrag keinen Einfluss.

Wie geht ihr mit der Jahresabrechnung um, wenn eine Nachzahlung oder Erstattung kommt?

Die Jahresabrechnung lässt sich in fynshare aktuell nicht automatisch abbilden. Eine pragmatische Lösung: Nachzahlung oder Erstattung im selben Verhältnis wie die laufenden Abschläge unter den Mitbewohnern aufteilen und einmalig verrechnen.

Was tun, wenn ein Mitbewohner deutlich mehr verbraucht als beim Einzug abgesprochen?

Sprich es offen an, bevor sich Frust ansammelt. Mit einem Stromzwischenzähler im fraglichen Zimmer (rund 30 €) lässt sich der Verbrauch über zwei bis drei Monate messen. Auf Basis der Zahlen passt ihr die prozentuale Aufteilung in fynshare an.

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