In einer WG kommen Verträge aus verschiedenen Richtungen zusammen: Strom oder Internet laufen oft auf einer Person, andere Mitbewohner bringen ein Streaming-Abo oder eine Hausratversicherung mit. Wer welchen Vertrag hält und wer welchen Anteil zahlt, geht nach ein paar Monaten leicht durcheinander. In fynshare bildest du diese Mischung so ab, dass Zuständigkeiten und Kostenaufteilung für alle nachvollziehbar bleiben. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung: ersten Vertrag erfassen, Haushalt benennen, Mitbewohner einladen und die WG-Kosten fair aufteilen.
Was du brauchst
- Einen fynshare-Account (kostenlos unter app.fynshare.com)
- Mindestens einen Vertrag, den du mit den Eckdaten Anbieter, Preis und Zahlungsintervall erfassen willst
- Einen Weg, deine Mitbewohner zu erreichen: per QR-Code direkt vor Ort oder über einen Einladungslink, den du via Mail, WhatsApp oder Signal teilst
Die Einrichtung dauert etwa zehn Minuten. Wenn du vorab nur überschlagen willst, wer am Ende wie viel zahlt, kannst du das ohne Account mit dem kostenlosen WG-Kosten-Rechner tun.
1. Ersten Vertrag erfassen
In fynshare beginnt alles mit dem ersten Vertrag. Einen Haushalt musst du nicht vorab anlegen: Sobald du deinen ersten Vertrag speicherst, erstellt fynshare dazu automatisch einen Haushalt mit dem Namen „Unser Haushalt". Umbenennen kannst du ihn im nächsten Schritt.
Klicke auf Vertrag erfassen. Zuerst wählst du den Anbieter, entweder über das Suchfeld, einen Vorschlag aus Beliebte Anbieter oder über Manuell anlegen, wenn dein Anbieter nicht in der Liste steht. Danach öffnet sich das Formular. Pflicht sind nur drei Angaben:
- Anbieter: Zum Beispiel Vattenfall, Vodafone, Netflix. Aus der Suche ist er meist schon eingetragen.
- Preis: Der Gesamtpreis des Vertrags, also der Betrag, der pro Abrechnungszeitraum abgebucht wird.
- Intervall: Wie oft wird abgebucht? Monatlich, Vierteljährlich, Halbjährlich oder Jährlich.
Alles Weitere ist optional. Eine Beschreibung wie „Premium", „Family" oder „Hausrat" hilft, den Vertrag später auf einen Blick zuzuordnen. Ohne Beschreibung erscheint nur der Anbietername. Unter Kündigungswecker lassen sich Vertragsbeginn und Kündigungsfrist hinterlegen, um rechtzeitig erinnert zu werden. Für den Anfang kannst du diesen Bereich zugeklappt lassen und später ergänzen.

Der Abo-Inhaber ist die Person, die den Vertrag hält und gegenüber dem Anbieter dafür verpflichtet ist. Wer den Vertrag in fynshare erfasst, wird automatisch der Abo-Inhaber. Das passt zur juristischen Realität: Ein Vertrag verpflichtet nur die Beteiligten, die ihn abgeschlossen haben (§ 311 Abs. 1 BGB), und wirkt nur zwischen ihnen (Relativität der Schuldverhältnisse, § 241 Abs. 1 BGB). Gegenüber dem Anbieter haftet also die unterzeichnende Person, nicht der Haushalt. Wenn ein Mitbewohner einen Vertrag mitbringt, sollte er ihn selbst eintragen.
Mit Vertrag speichern ist der Vertrag im Haushalt sichtbar. Standardmäßig liegen die Kosten zunächst beim Abo-Inhaber, die Aufteilung machst du in Schritt 4.
2. Haushalt benennen
fynshare hat deinen Haushalt automatisch „Unser Haushalt" genannt. Für eine WG lohnt sich ein klarer Name.
Oben in der Vertragsübersicht steht der Haushalts-Umschalter: Haushalt: Unser Haushalt. Über das Drei-Punkte-Menü daneben wählst du Haushalt bearbeiten und gibst einen Namen ein, zum Beispiel die Adresse oder ein Kürzel wie „WG Friedrichshain". Ein Klick auf Speichern, fertig.

Der Name ist nur für dich und deine Mitbewohner sichtbar und lässt sich jederzeit wieder ändern.
3. Mitbewohner einladen
Verträge teilst du mit den Menschen, die im Haushalt sind. Im selben Drei-Punkte-Menü des Haushalts findest du Personen einladen. Bist du noch allein im Haushalt, führt auch der Einladen-Button direkt dorthin.
fynshare erzeugt sofort einen QR-Code und einen Einladungslink, der sieben Tage gültig ist. Zwei Wege, je nachdem, wie ihr gerade erreichbar seid:
- QR-Code scannen: Sind alle vor Ort, lässt du sie den Code direkt mit dem Handy scannen. Das geht in Sekunden.
- Link teilen: Über WhatsApp, Kopieren oder Teilen schickst du den Link auf dem Kanal, der bei euch sowieso schon läuft: WG-Chat, Mail, Signal. Wer ihn öffnet, kommt direkt in den Beitrittsfluss.

Du kannst Mitbewohner auch erst später einladen. Verträge lassen sich auch allein anlegen, die Aufteilung nimmst du dann später vor.
4. WG-Kosten aufteilen
fynshare bietet drei Modi, um Vertragskosten in einer WG aufzuteilen: gleichmäßig, prozentual oder als Festbetrag. Öffne den eben angelegten Vertrag. Unter Beteiligte & Kosten öffnest du über das Stift-Symbol (Beteiligte bearbeiten) den Dialog Vertrag aufteilen. Dort siehst du alle Mitglieder des Haushalts.

Wer zahlt mit: Über die Checkbox aktivierst oder deaktivierst du jedes Mitglied einzeln. Wer keinen Haken hat, zahlt nichts. Sinnvoll, wenn ein Vertrag nicht alle betrifft, etwa ein Streaming-Abo, das nur zwei von drei Mitbewohnern nutzen. Der Abo-Inhaber bleibt immer beteiligt und lässt sich nicht abwählen.
Drei Modi zur Wahl (Feld Aufteilung):
- Gleichmäßig: Der Betrag wird zu gleichen Teilen auf alle aktivierten Mitglieder verteilt. Häufigster Fall bei Strom und Internet.
- Prozentual: Du gibst pro Person einen Prozentsatz vor. Sinnvoll, wenn die Zimmer unterschiedlich groß sind oder eine Person mehr verbraucht.
- Festbetrag: Pro Person ein fester Euro-Betrag. Praktisch, wenn ihr euch außerhalb von fynshare auf konkrete Zahlen geeinigt habt.
Rundung: Wird ein Vertrag von 66,95 € durch zwei geteilt, zahlt ohne Rundung eine Person 33,47 € und die andere 33,48 €. Die Differenz von einem Cent gleicht fynshare beim Abo-Inhaber aus, damit die Summe genau dem Vertragspreis entspricht. Wer runde Beträge bevorzugt, stellt unter Rundungsoptionen von Keine auf 0,50 € oder 1,00 € um. Bei 0,50 € wird jeder Anteil auf den nächsten halben Euro gerundet: Aus 33,47 € werden 33,50 € für beide.
Mit Speichern ist die Aufteilung hinterlegt.
Was du jetzt im Haushalt siehst
Im Haushalt siehst du alle Mitbewohner, den ersten Vertrag, die Kosten des Vertrages und deinen Anteil. Deine Mitbewohner sehen dieselbe Übersicht, dieselben Verträge, dieselben Kosten, ihre Anteile.
Wer was zahlt, ist damit für alle nachvollziehbar. Damit ist der Grundstein gelegt: Jeder weitere Vertrag folgt demselben Schema.
Alle WG-Verträge an einem Ort, für jeden nachvollziehbar
fynshare zeigt für jeden Vertrag, wer ihn hält, wer welchen Anteil zahlt und wann die nächste Frist läuft. Einmal eingerichtet, sehen alle in der WG denselben Stand.
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Häufige Fragen
Was tun, wenn ein Mitbewohner über den Einladungslink nicht beitreten kann?
Prüfe, ob der Link noch gültig ist, er läuft nach sieben Tagen ab. Öffne dann im Haushalt einfach erneut „Personen einladen", dann erzeugt fynshare einen frischen QR-Code und Link.
Kann ich den Abo-Inhaber eines Vertrags nachträglich ändern?
Aktuell nicht direkt. Wenn der Vertrag ursprünglich auf der falschen Person liegt, hilft am ehesten: Vertrag löschen und vom richtigen Mitbewohner neu erfassen lassen.
Was passiert, wenn ein Mitbewohner eingeladen, aber noch nicht beigetreten ist?
Du kannst den Vertrag schon anlegen und aufteilen. Die Verteilung greift, sobald die Person den Beitritt bestätigt. Bis dahin liegt ihr Anteil rechnerisch beim Abo-Inhaber.
Was passiert mit Centbeträgen bei der Aufteilung?
Ohne Rundung gleicht fynshare den übrigen Cent beim Abo-Inhaber aus, sodass die Summe genau dem Vertragspreis entspricht. Wer ganz runde Beträge will, stellt unter Rundungsoptionen 0,50 € oder 1,00 € ein, dann wird jeder Anteil auf einen glatten Betrag gerundet. Das vermeidet krumme Zahlen im WG-Chat.